KI in der Militärtechnik Diskussionsveranstaltung der AMAK mit Rainer Rehak

So, 27. Sep 2026

17:00—21:00 Uhr

@Deck Terrasse, Deck

Das Thema „KI in der Militärtechnik“ und die Beziehung zwischen Mensch und Maschine ist seit Jahrzehnten ein Thema in der Friedensbewegung, der Konflikt- forschung, der Philosophie, den Sozialwissenschaften und den kritischen Data & Algorithm Studies.

In den letzten Jahren wurden Waffensysteme mit KI-Komponenten entwickelt, die nun auch praktisch in bewaffneten Konflikten eingesetzt werden.

Am Beispiel KI-gestützter Zielwahlsysteme, die das israelische Militär seit Mai 2021 und insbesondere in Gaza nutzt, werden die aktuellen technischen Entwicklungen aufgezeigt und analysiert.

Im Fokus der Veranstaltung stehen vier KI-unterstützte Systeme:

- das System Gospel zur militärischen Bewertung von Gebäuden,

- das System Lavender zur militärischen Bewertung von Personen,

- das System Where's Daddy? zur Zeitplanung von Angriffen

- und ein experimentelles System auf Basis großer Sprachmodelle zur Erkennung militärisch relevanter Nachrichten in palästinensischen Kommunikationsdaten.

Auf Basis der Aussagen von Whistleblower:innen des israelischen Militärs und Angestellten beteiligter Unternehmen (wie Amazon, Google oder Microsoft) sowie internen Dokumenten, die durch investigative Recherchen von mehreren internationalen Teams von Journalist:innen veröffentlicht wurden, werden die Systeme und Design- entscheidungen technisch detailliert beschrieben, kritisch analysiert sowie die militä- rischen und gesellschaftlichen Implikationen herausgearbeitet und diskutiert.

Dabei entstehen Fragen betreffend Verantwortungsverlagerung durch KI, Umgehung des Völkerrechts sowie nach der grundsätzlichen Rolle von automatisierter Kriegs- führung.
Auch die Mitverantwortung von IT-Fachleuten, die Wissen und Verständnis dieser Systeme mitbringen und fachlich problematisieren könnten, wird thematisiert.

Anschließend an den Vortrag von Rainer Rehak wird es eine Diskussion geben.

Rainer Rehak ist IT-Wissenschaftler und lebt in Berlin. Er beschäftigt sich unter anderem mit automatisierten Zielsystemen im Krieg, also wie KI-basierte Kriegsautomatisierung im Krieg gegen Gaza eingesetzt wird, was dabei falsch läuft und warum es ein kritisches Gegengewicht braucht, um diese Einsätze aufs Schärfste zu kritisieren, weil sie unendlich zivile und militärische Opfer kosten.

Wir sind die Antimilitaristische Aktion Wien (AMAK):

In Zeiten von Kriegsgeschrei und Entsolidarisierung wollen wir Teil einer prole- tarischen antimilitaristischen Bewegung sein. Kapitalismus ist ein auf Ausbeutung und Gewalt aufgebautes System. Es kann im Kapitalismus keinen Frieden geben. Wer Frieden will, muss Kapitalismus und Patriarchat bekämpfen!

Wir machen politischen Aktivismus, Musik und Straßentheater (der Unterdrückten) gegen die Gleichschaltung des Denkens durch die Kriegsmaschinerie.
Wir organisieren Kundgebungen und Veranstaltungen und machen Recherchearbeit zur Rüstungsindustrie.

Wenn du Interesse hast, schreib uns an [email protected]

Stehen wir auf gegen Nationalismus, Militarismus und Aufrüstung!

Nie wieder Krieg!